Europe IT Wissensportal · Unique Device Identification

UDI-Ratgeber für Medizinprodukte: Grundlagen, Behörden und Datenübertragung

Unique Device Identification (UDI) verbindet die eindeutige Identifikation von Medizinprodukten mit strukturierten Produkt- und Kennzeichnungsdaten. Welche Daten gepflegt und an welche Datenbank übermittelt werden, richtet sich nach dem jeweiligen Markt und dem anwendbaren regulatorischen Rahmen.

Dieser Ratgeber hilft Regulatory Affairs, Quality, Master Data und IT dabei, die richtige Fachseite zu finden: von UDI-DI, UDI-PI und Basic UDI-DI über EUDAMED, FDA GUDID, swissdamed und TGA AusUDID bis zu Datenvalidierung, XML Bulk Upload, M2M, GSP und GUDI. Wählen Sie zuerst Ihre Fragestellung. Die verlinkten Detailseiten erklären anschliessend den jeweiligen Prozess.

Schnellstart nach Ihrer Situation

Welcher Themenweg führt zur richtigen Antwort?

Beginnen Sie mit dem Problem, das Sie gerade lösen müssen. Der Ratgeber ordnet jede Frage einer Fachseite zu, anstatt alle Themen auf einer einzigen Seite zu vermischen.

Ich möchte UDI-Begriffe verstehen

Starten Sie mit dem Glossar und vertiefen Sie Identifikatoren, Kennzeichnung und Barcode-Themen anschliessend auf den Fachseiten.

Zum UDI-/MDR-/IVDR-Glossar →

Ich muss für einen bestimmten Markt registrieren

Wählen Sie zuerst EU, USA, Schweiz oder Australien. Für weitere Märkte führt die globale UDI-Übersicht zu den vorhandenen Informationen.

Zur Behörden- und Marktübersicht →

Ich muss Daten vorbereiten oder validieren

Klären Sie Datenquelle, Verantwortlichkeiten, Datenmodell und Prüfschritte, bevor Sie einen Übertragungsweg auswählen.

Zum UDI-Datenprozess →

Ich vergleiche EUDAMED-Übertragungswege

Manuelle Eingabe, XML Bulk Upload und M2M sind technische Wege. Excel, GSP und GUDI übernehmen andere Rollen im Gesamtprozess.

EUDAMED-Übertragungswege vergleichen →

Ich habe einen Fehler oder eine Behördenrückmeldung

Ordnen Sie zuerst Meldung und betroffenen Datensatz ein. Korrigieren, prüfen und dokumentieren Sie danach den erneuten Übertragungsvorgang.

Zur EUDAMED-Fehlerbibliothek →

Ich suche eine Lösung oder fachliche Unterstützung

Vergleichen Sie projektbezogene Unterstützung, das webbasierte GSP und das SAP-integrierte UDI-Datenmanagement mit GUDI.

Lösungen und Betriebsmodelle einordnen →

UDI-Grundlagen für Medizinproduktehersteller

Kurz erklärt: UDI ist ein System zur eindeutigen Identifikation von Medizinprodukten. Im Arbeitsprozess müssen Kennzeichnung, interne Stammdaten und die für den Zielmarkt vorgesehenen Datenbankangaben konsistent zusammenspielen. Welche konkreten Angaben erforderlich sind, wird auf den zuständigen Markt- und Behördenseiten vertieft.

UDI-DI

Der Device Identifier dient der Identifikation des betreffenden Produkts beziehungsweise Produktmodells im jeweiligen UDI-Kontext. Seine Beziehungen zu weiteren Datensätzen müssen im Datenmodell eindeutig sein.

UDI-PI

Der Production Identifier bezeichnet die produktionsbezogenen Bestandteile der UDI. Bei Datenpflege und Etikettierung ist zwischen vorgesehenen PI-Arten und den konkreten Angaben am Produkt zu unterscheiden.

Basic UDI-DI

Die Basic UDI-DI ist im europäischen Kontext eine übergeordnete regulatorische Kennung. Sie ist nicht mit der UDI-DI des einzelnen Produktdatensatzes gleichzusetzen; die Zuordnung muss fachlich festgelegt werden.

Weiterlesen: UDI-/MDR-/IVDR-Fachbegriffe · UDI-Barcode und Etikettierung · UDI-Compliance, Audit Trail und Software

Zielmarkt zuerst klären

UDI nach Markt und Behörde

Die UDI-Grundidee ist international anschlussfähig, Datenmodelle, Prozesse und technische Übertragungswege sind jedoch markt- und behördenspezifisch. Verwenden Sie deshalb für jede Zielregion die zuständige Fachseite und die aktuelle Primärdokumentation der jeweiligen Behörde.

Orientierung zu vorhandenen Europe-IT-Fachseiten. Aktuelle regulatorische Anforderungen immer anhand der zuständigen Primärquelle prüfen.
Markt Datenbank / Kontext Geeigneter Einstieg Vertiefung
Europäische Union EUDAMED / UDI- und Produktdaten EUDAMED-Übersicht Übertragungswege
Excel-Vorlage
USA FDA GUDID UDI-System der FDA FDA-GUDID-Excel-Template
Schweiz swissdamed swissdamed-Überblick swissdamed Excel Template
EUDAMED → swissdamed
Australien TGA AusUDID TGA-AusUDID-Überblick AusUDID Excel Template
Weitere Märkte Markt- und behördenspezifische UDI-Systeme UDI World Überblick Den jeweiligen Markt und den fachlichen Stand separat prüfen.

UDI-Daten vorbereiten, validieren und übertragen

Ein zuverlässiger UDI-Prozess beginnt vor dem eigentlichen Upload. Trennen Sie Datenquelle, Europe-IT-Lösung, technischen Übertragungsweg und Betriebsmodell. So wird klar, welche Aufgabe eine Excel-Datei, ein Portal, eine SAP-Lösung oder eine Dienstleistung tatsächlich übernimmt.

Ebene 1

Datenquelle

Excel, SAP, ERP, bestehende Datenbank oder andere strukturierte Quelldaten.

Ebene 2

Lösung

GSP, GUDI, XML-Projektprozess, Datenaufbereitung oder Beratung.

Ebene 3

Übertragungsweg

Manuelle Eingabe, manueller XML Upload oder M2M / Data Exchange.

Ebene 4

Betriebsmodell

Einmalige oder regelmässige Übertragung, Softwarebetrieb oder Projektunterstützung.

Validierung ist nicht gleich Übertragung. Eine Datenprüfung kann erkennbare Fehler vor der Einreichung aufzeigen. Erst der anschliessende Submission-Prozess übermittelt die Daten. Auch eine erfolgreiche Vorvalidierung ist noch keine abschliessende Annahme durch die Behörde.

Passende Fachseiten: UDI Data Submission · EUDAMED-Übertragungswege · EUDAMED-Fehlerbibliothek

EUDAMED-Arbeitsweg für RA/QA

Von der Entscheidung bis zur dokumentierten Rückmeldung

Die drei bisherigen Kern-Guides bleiben Teil des Ratgebers. Zusammen mit Übersicht und FAQ bilden sie einen nachvollziehbaren EUDAMED-Pfad.

  1. EUDAMED und den Datenkontext einordnen

    Beginnen Sie mit der Europe-IT-Übersicht und prüfen Sie regulatorische Details anschliessend in der aktuellen Dokumentation der Europäischen Kommission.

    Zur EUDAMED-Übersicht →

  2. Übertragungsweg und Betriebsmodell wählen

    Vergleichen Sie manuelle Eingabe, XML Bulk Upload und M2M sowie die Rollen von Excel, GSP, GUDI und dem Europe-IT-XML-Service.

    Zur Entscheidungshilfe →

  3. Datenfehler und Behördenrückmeldungen bearbeiten

    Ordnen Sie Meldungen dem richtigen Datensatz zu, klären Sie die Ursache und prüfen Sie nach der Korrektur das Ergebnis der erneuten Übertragung.

    Zur Fehlerbibliothek →

  4. Datenstand, Prüfung und Rückmeldung nachvollziehbar zuordnen

    Verbinden Sie internen Datenstand, Freigabe, vorhandene Validierungsergebnisse, Submission und Behördenfeedback. Der Evidence-Pack-Guide unterstützt die organisatorische Strukturierung, ohne eine Audit-Bewertung zu garantieren.

    Zum UDI Evidence Pack →

Weitere Fragen: EUDAMED FAQ

Europe-IT-Lösungen für den operativen UDI-Prozess

Der Ratgeber hilft bei der fachlichen Orientierung. Für den Betrieb unterscheiden wir zwischen Datenvorbereitung, projektbezogener Unterstützung und Softwarelösungen. Die passende Rolle muss vor Projektbeginn eindeutig sein.

Datenquelle

Excel Templates

Behördenspezifische Vorlagen unterstützen die strukturierte Bereitstellung und interne Prüfung der Daten. Eine ausgefüllte Vorlage ist noch keine Behördenübertragung.

EUDAMED Excel Template →

Projektunterstützung

XML und UDI Data Submission

Europe IT kann Kundendaten validieren, die vereinbarten XML-Dateien erzeugen und diese im bestätigten EUDAMED-Prozess auf Kundenwunsch manuell hochladen.

UDI Data Submission →

Webportal

Global Submission Portal

Das GSP verbindet Excel-Import, Vorvalidierung, kundenkontrollierte Übertragung, Status und Behördenfeedback. Für EUDAMED nutzt es M2M / Data Exchange.

Global Submission Portal →

SAP-integriert

Global UDI / GUDI

GUDI unterstützt UDI-Datenmanagement und Behördenübertragung im SAP-Umfeld. Der Kunde pflegt, prüft und überträgt seine Daten aus GUDI.

GUDI für SAP →

Wichtig: GSP und GUDI sind zwei unterschiedliche Europe-IT-Lösungen. M2M ist der technische Übertragungsweg zu EUDAMED innerhalb des jeweiligen Prozesses – keine pauschale, beim Kunden installierte Standardschnittstelle.

Praxiswissen: Nachweise, Fallstudien und Weiterbildung

Ein Leitfaden erklärt eine Arbeitsweise, eine Fallstudie beschreibt einen konkreten Kontext und ein Webinar dokumentiert den Stand zum Veranstaltungstermin. Diese Ressourcen ergänzen die Behörden- und Produktseiten.

Mit SAP arbeiten

Wie Datenübernahme, Rollen und Freigaben in einem SAP-basierten UDI-Projekt zusammenspielen.

Fallstudie: UDI-Datenmanagement mit GUDI →

Mit Excel vorbereiten

Wie strukturierte Vorlagen, Datenprüfung und begleitete Übertragung einen projektbezogenen Einstieg unterstützen.

Fallstudie: UDI-Daten mit Excel →

Submission-Nachweise strukturieren · Webinare und Schulungen finden · Begriffe im Glossar nachschlagen

UDI-Beratung, Webinare und fachliche Vertiefung

Nicht jede Fragestellung beginnt mit einer Softwareentscheidung. Europe IT unterstützt auch bei der fachlichen Einordnung, Datenvorbereitung und Planung eines geeigneten UDI-Prozesses. Für einen strukturierten Einstieg können Sie Beratung, vorhandene Webinare und die globale Marktübersicht nutzen.

UDI-Beratung ansehenUDI-Webinare ansehenUDI World Überblick

Häufige Fragen zum UDI-Ratgeber

Für wen ist der UDI-Ratgeber gedacht?

Er richtet sich insbesondere an Hersteller von Medizinprodukten sowie Teams aus Regulatory Affairs, Quality, Master Data und IT. Der Ratgeber dient als Einstieg und führt zu den detaillierten Fach- und Lösungsseiten von Europe IT.

Wo beginne ich, wenn ich UDI neu einführe?

Klären Sie zunächst Zielmärkte, Produktportfolio, verantwortliche Stellen und Datenquellen. Ordnen Sie danach Identifikatoren und Datensatzbeziehungen ein. Erst dann sollten Sie Validierung, Übertragungsweg und Betriebsmodell auswählen.

Welche UDI-Datenbank ist für meinen Markt relevant?

Der Markt bestimmt die zuständige Datenbank beziehungsweise Behörde. Dieser Ratgeber führt zu EUDAMED für die EU, FDA GUDID für die USA, swissdamed für die Schweiz und TGA AusUDID für Australien. Für weitere Märkte nutzen Sie die globale UDI-Übersicht und prüfen die aktuelle Primärquelle.

Kann ich UDI-Daten aus Excel übertragen?

Excel kann als strukturierte Datenquelle dienen. Die Datei selbst ist jedoch nicht automatisch eine Behördenübertragung. Je nach Zielsystem und Betriebsmodell folgt ein manueller Eingabeprozess, ein XML-Prozess, der Upload in das GSP oder eine andere bestätigte Submission-Variante.

Was unterscheidet Datenvalidierung von UDI Data Submission?

Validierung prüft Daten vor der Übertragung gegen die im Prozess abgebildeten Regeln und Strukturen. Submission bezeichnet die anschliessende Einreichung beziehungsweise Übertragung. Nach der Submission muss zusätzlich das Verarbeitungsergebnis der Behörde geprüft werden.

Wann brauche ich GSP und wann GUDI?

Das GSP ist die webbasierte Portal-Lösung für strukturierte Upload-, Validierungs-, Submission- und Statusprozesse ohne notwendiges SAP-integriertes UDI-Master-Data-Management. GUDI ist für die Pflege und Behördenübertragung von UDI-Daten im SAP-Umfeld vorgesehen. Die Auswahl hängt von Datenquelle, Organisation und gewünschtem Betrieb ab.

Sind die regulatorischen Angaben im Ratgeber immer aktuell?

Europe IT kann Fachseiten aktualisieren, dennoch können Behörden Regeln, technische Dokumente und Termine ändern. Prüfen Sie veränderliche regulatorische und technische Aussagen vor einer Entscheidung in der aktuellen Primärdokumentation der zuständigen Behörde. Der auf einer Detailseite genannte fachliche Stand sollte sichtbar sein.

Primärquellen und Aktualität

Der UDI-Ratgeber bietet Orientierung. Für regulatorisch oder technisch veränderliche Angaben sind die Veröffentlichungen der zuständigen Behörden massgeblich. Die folgenden Links dienen als Einstieg; Dokumentversion und Geltungsbereich sind vor der Anwendung zu prüfen.

Sie möchten Ihren UDI-Prozess konkret einordnen?

Nennen Sie uns Zielmärkte, Datenquellen, Umfang und Struktur der UDI-Daten sowie den geplanten Übertragungsrhythmus. Gemeinsam klären wir, ob Beratung, ein projektbezogener Submission-Prozess, GSP oder GUDI zu Ihrer Situation passt.

UDI-Projekt mit Europe IT besprechen →