swissdamed Updates: EMDN-Codes und Legacy Devices

swissdamed Updates: EMDN-Codes und Legacy Devices

swissdamed Updates:
EMDN-Codes und Legacy Devices

Swissmedic hat zwei zentrale swissdamed-Releases veröffentlicht: Mit Version 2.2.1 wird das aktuelle EUDAMED-Schema (XSD 3.0.25 / Plattform 2.22.0) unterstützt – inklusive aktualisierter EMDN-Codes. Kurz darauf ermöglicht Version 2.3.0 erstmals den Upload von Legacy Devices und legt dabei fest, welche Identifikatoren je nach Ausgangslage zu verwenden sind.
Quelle: swissmedic.ch


1.) 03.02.2026 – Version 2.2.1: XSD 3.0.25 und aktualisierte EMDN-Codes

Mit Release 2.2.1 unterstützt swissdamed die XSD-Version 3.0.25, die der aktuellen EUDAMED-Version 2.22.0 entspricht – einschliesslich der aktualisierten EMDN-Codes.

Bedeutung in der Praxis:

  • XML-Generatoren und Validierungen sollten gegen XSD 3.0.25 getestet werden (Schema-Version, Pflichtfelder, Enumerationen).
  • EMDN-Mappings sollten geprüft und aktualisiert werden, um Fehler bei Code-Validierungen zu vermeiden.
  • Für Integrationen (Bulk/M2M) gilt: Requests und Validierungsketten müssen auf die neue XSD-Version ausgerichtet sein.

2.) 05.02.2026 – Version 2.3.0: Legacy Devices Upload im UDI Devices Module

Mit Release 2.3.0 können Legacy Devices – also Geräte, die noch unter der alten Gesetzgebung in Verkehr gebracht wurden (Art. 101 MedDO / Art. 82 IvDO) – im UDI Devices Module in swissdamed hochgeladen und registriert werden.

Die Identifikationsregeln richten sich danach, ob für das Legacy Device bereits eine UDI-DI vorhanden ist oder nicht.


A) Wenn bereits eine UDI-DI existiert

Das Legacy Device behält die bestehende UDI-DI. Zusätzlich wird eine EUDAMED DI geführt, die direkt aus der UDI-DI abgeleitet wird:
EUDAMED DI = „B-“ + (UDI-DI-Wert)

Eine EUDAMED ID ist in diesem Szenario nicht relevant.


B) Wenn keine UDI-DI existiert

Der Hersteller vergibt eine EUDAMED DI nach folgendem festen Format:
EUDAMED DI = „B-“ + DD(1–21) + X1 + X2

Dabei ist DD ein herstellerdefinierter Geräte-Identifikationsanteil (max. 21 Zeichen) und X1/X2 sind berechnete Prüfziffern.

Zusätzlich wird eine EUDAMED ID vergeben, die aus der EUDAMED DI gebildet wird:
EUDAMED ID = „D-“ + (EUDAMED DI)

Die Berechnung der Prüfziffern (X1/X2) ist in der offiziellen EUDAMED-Dokumentation beschrieben und sollte im Tooling automatisiert werden.


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Ugur Müldür

Ugur Müldür leads Sales & Marketing activities at Europe IT Consulting GmbH in Basel, Switzerland. With an industrial engineering background, he bridges regulatory requirements, business needs, and IT implementation for UDI programs. He works with MedTech manufacturers to improve data quality, streamline submissions, and operationalize UDI solutions across global regulations.